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Worum geht es in der Eingewöhnung?

Der Eintritt in die Kindertagesstätte stellt für ein Kind eine große Herausforderung dar. Eine neue Umgebung, ein anderer Tagesablauf, andere Mahlzeiten, ein anderer Schlafplatz, eine unbekannte Erzieherin und die neue Kindergruppe erfordern eine hohe Anpassungsleistung des Kindes.

Ist die Anpassungsleistung zu hoch, so kann dies für das Kind mit Stress verbunden sein. Erschwerend dabei wirkt besonders, wenn das Kind in dieser Zeit auf seine Bindungsperson „verzichten“ muss. Deshalb hilft es dem Kind, wenn es während der Eingewöhnung auf Vertrautes zurückgreifen kann und alle Veränderungen schrittweise erfolgen, wie z.B. die langsame Ausdehnung der Aufenthaltsdauer in der Kita, ein Trösterli (Kuscheltier, Schnuller, Spielzeug, … )

Steht in dieser Zeit die Bindungsperson (Elternteil) dem Kind zur Verfügung, fühlt es sich sicher und beschützt, so dass es sich seiner neuen Umgebung öffnen kann. Das Kind wird mit Neugier und Interesse seine Umwelt erkunden und mit anderen Personen Kontakt aufnehmen. Die Beziehung zur Erzieherin kann aufgebaut und diese als „Beschützerin“ anerkannt werden. Erst danach wird die Erzieherin das Kind wenn es traurig ist wirksam trösten können. Ein solcher Anpassungsprozess (Eingewöhnungszeit) kann 14 Tage und länger dauern.